Zerstörte Asbestplatten an der Fassade

Nicht nur ein unschöner Ablick.


Schon weit über einem Jahr ist es her, dass Sanierungsarbeiten an den Treppen der Nachbaranlage begonnen haben. Leider sind diese Arbeiten noch nicht abgeschlossen, da nach Aussagen von engagierte Eigentümer der Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62, hier die Hausverwaltung erbärmlich versagt hat. In dieser Wohnanlag, wie auch bei uns im Marx-Zentrum, reichen gesundheitsschädliche Asbestplatten an den Fassaden, bis zum Boden herunter. Für die Sanierung der Treppen mussten einige dieser schwarzen Asbestkacheln entfernt werden.

Sperrmuellaktion im Marx-Zentrum


Asbest ist, wie wir wissen, hochgradig gesundheitsschädlich und kann schon beim Einatmen einer (-1-) Asbestfaser, den typischen Lungenkrebs und Asbestose erzeugen. Die Asbestfasern lagern sich in der Lunge ein und können nie wieder aus der Lunge entfernt werden. Dieser Asbestkrebs kann erst Jahre oder Jahrzehnte später ausbrechen. Dann allerdings bringt keiner mehr diesen Krebs mit einer Wohnsituation in Verbindung.

Sperrmuellaktion im Marx-Zentrum


Kurzum, in der Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62 wurden bei der Sanierung einige Asbestplatten entfernt oder zerbrochen. Nach der Sanierung wollte man diese alten Asbestplatten wieder verbauen. Dies aber ist per Gesetz strengstens verboten. Einmal abgebaute Asbestplatten oder asbesthaltiges Material, wo auch immer, darf nie wiederverwendet werden und muss fachmännisch und teuer, gemäß Gefahrengut-Verordnung, entsorgt werden. Nun könnten in diese Wohnanlage die fehlende Platten mit Kunststoffplatten (an einem Eingang wurde es gemacht), ähnlich wie es bei uns im Marx-Zentrum, ersetzt werden.

Sperrmuellaktion im Marx-Zentrum


Damit aber sind einige engagierte Eigentümer nicht einverstanden, denn damit würde man die Asbestsanierung, die auch in dieser Wohnanlage unumgänglich ist, nur hinausgezögert werden. Das aber ist keine Lösung. Wie bei uns im Marx-Zentrum, sind auch in der Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62, die Fassaden in die Jahre gekommen. Asbest ist eigentlich unverwüstlich, aber nicht der Unterbau, auf dem sie befestigt sind. Durch Temperatureinflüsse dehnt und zieht sich der Unterbau zusammen. Die harten Asbestplatten brechen wie Glasplatten und fallen herunter. Aus diesem Grund wurde nach einem Eigentümerbeschluss besorgter Eigentümer, hier im Marx-Zentrum, ein sogenanntes „Taubengitter2 um den Wohnblock Peschelanger 8 bis 14 gespannt, der die Bewohner vor eventuell herunterfallenden Platten schützen soll.

Sperrmuellaktion im Marx-Zentrum


Die engagierten Eigentümer der Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62, wollen aber nicht wieder ein Flickwerk mit Plastikplatten, sondern eine längerfristige Lösung anstreben. Vorbild soll unser Marx-Zentrum sein. Wir werden hier im Laufe des nächsten Jahres an dem Häuserblock PA 8-14, die schwarzen Asbestplatten, gegen anthrazitfarbene nichtasbesthaltigen Eternitplatten austauschen. Gleichzeitig wollen wir einige Solarkollektoren an der neuen Fassade befestigen, um Stromkosten zu sparen und ein Teil der Sanierungskosten wieder erarbeiten. Wie das ganze ausschaut und die Pläne dazu, ist unter http://marx-zentrum.com einzusehen. Ebenfalls sind in diesem Forum Erfahrungsberichte einiger Bewohner und Eigentümer mit unserer Hausverwaltung, sowie Schriftverkehre mit unserer Hausverwaltung, einzusehen. Eine Empfehlung kann ich allerdings nicht aussprechen.

Sperrmuellaktion im Marx-Zentrum


Einige engagierte Eigentümer der Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62, sind nicht nur wegen dem "Versagen der Verwaltung", wie die engagierten Eigentümer dies nennen, mit ihrer Hausverwaltung und den Hausmeistern nicht zufrieden und fordern daher eine Abberufung und Neuwahl der Hausverwaltung.